so etwas wie

so etwas wie

in der Ferne das Verlorene
das Abgestoßene all das
in grobes Leinen Gehüllte

mit dem Fluten des Meeres
fliehe ich mit dem erstbesten Schiff
die Dünen sie warten schon

ich beginne zu gehen
immer weiter
auf gekennzeichneten Wegen

die Landschaft braucht Schutz

zu dieser Jahreszeit spielen
die Farben ins Graue ins Braune
der Himmel das Wasser mattblau

ich bin zart und robust
kann Salz kann Wind kann Sandflug
gehe immer weiter

kurz vor der Aussichtsdüne
am Wegesrand ein Zierapfel
vielblütig rosa

in mir ein Aufatmen
so etwas wie Freude

© Friederike Hermanni, 2026

Veröffentlicht inLyrik

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