Wieder nix

…aus mir fließt der ganze Dreck, den ich in mir angesammelt habe, der in mir lagerte, als hätte ich alle Zeit der Welt, untermalt von der playlist aus besseren Tagen, als wir noch tanzten, nun mutierte die Realität, wurde einsam, es ist jetzt so.

…unsere Lippen stürzen ins Leere, unsere Hochzeiten liegen begraben in der vergangenen Welt, die jetzt ohne uns auskommen muss. Allein auf unseren Balkonen, in die Autonomie geschleudert als wäre das das Gebot der Stunde, schlagen wir uns mit unserer Verantwortung herum.

…ohne dich weitermachen, als wäre drei Jahre nichts geschehen, noch mit dem Messer in der Hand, das so lange in der Küchenschublade lag. Die fetten Jahre rauschten durch uns hindurch und waren am Ende flüchtig.

…ich liebte dich, als ich nicht anders konnte, als dich in mir aufzunehmen, doch Stille fraß sich in unsere Unterhaltung über all die Nebensächlichkeiten, die sich uns in den Weg stellten.

…es gab Tulpen, Vibratoren, Schokobrötchen am Sonntag. Versprochen haben wir uns mit goldenen Ringen und immer nur das Falsche gesagt, als wäre alles so einfach. Der Schmuck konnte seinen Dienst nie antreten.

…als wäre alles umsonst gewesen, finden wir uns nun auf einsamen Feldern wieder, auf denen unsere Herzen still verwahrlosen. Das Beil ist gefallen, der Kopf kann nicht mehr angenäht werden…das Spiel beginnt von vorn.

Veröffentlicht inProsa
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